Bahnverkehr noch durch die Folgen von Sturmtief Xavier gestört

9. Oktober 2017

Das Schienennetz in Nord- und Ostdeutschland wurde durch den Sturm Xavier in der letzten Woche weit schwerer getroffen als zunächst vermutet. Heruntergerissene Oberleitungen, abgeknickte Signal- und Strommasten in teils schwer erreichbaren Streckenbereichen erfordern umfangreiche Reparaturaufwendungen und sind allein schon wegen der Masse an Schäden nicht alle sofort behebbar.

Der schienengebundene Containerverkehr von und nach den deutschen Seehäfen kann daher nur schrittweise erfolgen. Die Strecke von und nach Bremerhaven ist derzeit immernoch gestört. Container und Buchungen unterliegen derzeit einem Annahmestopp. Wann wieder ein geregelter, vollständiger Zugfahrplan aufgenommen werden kann, ist derzeit noch nicht geklärt.


 

[Aktualisierung 10.10.2017]

Für Exportcontainer haben folgende Inland-Terminals einen Annahmestopp für Voranlieferungen verfügt:

  • DUSS Kornwestheim
  • TriCon Nürnberg
  • DUSS München-Riem
  • DUSS Ulm

Exportcontainer werden durch die Terminals nur angenommen, wenn sie am Tag der geplanten Bahnverladung angeliefert werden.


 

[Aktualisierung 12.10.2017]

Die Reparaturarbeiten auf den Strecken dauern an, die Infrastruktur ist punktuell überlastet. Allein für Bremerhaven gibt es einen Rückstau von etwa 600 beladenen Tragwagen. Durch den dadurch verbundenen Wagenmangel sind Wiederbeladungen schwierig. Es kommt zu Zugausfällen.

Mit Störungen ist noch bis mindestens Mitte nächster Woche zu rechnen. Wir können derzeit leider keine gesicherte Auskunft über Transitzeiten auf der Bahn, termingerechte Aufnahme von Containern und Erreichen von Schiffsanschlüssen geben.


 

[Aktualisierung 19.10.2017]

Die Bahn-Verkehre von und nach Bremerhaven leiden nach wie vor unter dem Rückstau infolge des Sturm „Xavier“ am 05.10.2017. Die zuständige Infrastrukturbehörde verweigert aktuell bei allen ankommenden Zügen die Einfahrt in den Hafen. Dadurch kann es weiterhin auch kurzfristig zu Verladeabbrüchen bis hin zu weiteren Rundlaufausfällen kommen.

Unsere Dienstleister arbeiten mit Hochdruck an der Stabilität der Zugsysteme, auch um Verzögerungen auf der Bremerhaven-Strecke nicht auf die Hamburg-Strecke zu übertragen. Teilweise haben unsere Dienstleister schon die Annahme von Exportbuchungen auf Bremerhaven temporär ausgesetzt. Das Erreichen von Gestellungstermine im Süden sowie von
Schiffsladeschlüssen in Bremerhaven kann momentan weiterhin nicht garantiert werden.

Wir halten Sie über die aktuelle Lage informiert. Anfallende Zusatzkosten, z. B. für Abstellungen, Auslagerungen etc. avisieren wir Ihnen, sobald wir davon Kenntnis erhalten. Diese Kosten belasten wir gemäß unseren Transportbedingungen bzw. Avis und Auslage an Sie weiter.


 

Bitte informieren Sie sich bei Ihrem Ansprechpartner über die aktuelle Lage, auch bezugnehmend auf Ihre Sendungen. Wir müssen aber die Haftung für sämtliche hieraus möglicherweise resultierende Mehrkosten ablehnen und bitten um Ihr Verständnis.