Wilhelmshaven entwickelt sich

29. März 2019

Dieses Foto zeigt ein Schiff am Jade Weser PortDer Jade-Weser-Port war einst das Prestigeprojekt der Länder Bremen und  Niedersachsen und sollte als Tiefwasserhafen den neuen Giganten der Meere eine attraktive Anlaufstelle bieten. Doch ist eben jenes Vorhaben schnell in Verruf geraten und galt sogar als gescheitert.

Der Hafen strebt nach mehr

Allmählich scheint Wilhelmshaven sich jedoch von den anfänglichen Startschwierigkeiten zu erholen und zu einem konkurrenzfähigen Hafen zu mausern. Nach 85.000 umgeschlagenen Containern im ersten Jahr, verbuchte der Jade-Weser-Port einbrechende Umschlagszahlen im zweiten Betriebsjahr. Mit einem Anstieg der Umschlagszahlen von 18 Prozent im Jahr 2018 befindet sich der Hafen nun bei 655.000 abgefertigten Containern. Dies ist immer noch weit unter der angestrebten Auslastung von 2,7 Millionen TEU, zeigt dafür deutlich die Entwicklung des einst krisengeschüttelten Hafens und das bisher ungenutzte Potenzial.

Um die angestrebten Leistungen in Zukunft erbringen zu können, wird bereits am Ausbau der Infrastruktur im gesamten Hafenbereich gearbeitet. Zu den geplanten Erneuerungen gehören die Erweiterung des Schienennetzes auf 16 Schienen, der Ausbau der Stromzufuhr des Bahnnetzes und eine neue Anschlussmöglichkeit zur Autobahn A29.

Deutsche Konzerne setzen auf Investments

Um auf der zu erwartenden Welle des Erfolges mitschwimmen zu können, haben Firmen wie Nordfrost und Volkswagen bereits Investitionen in den Hafen getätigt. Der Volkswagen-Konzern zeigt Initiative mit dem Bau einer 40.000 Quadratmeter großen Halle für Lastwagen die Motorhauben, Kotflügel, Türen und Motoren anliefern, welche im Anschluss nach Asien verschifft werden sollen.

Ein zukunftssicherer Hafen

Der Jade-Weser-Port ist der einzige Hafen in Deutschland, welcher tideunabhängig auch die größten Containerschiffe der Welt abfertigen kann. Dies macht ihn im Hinblick auf stetig wachsende Schiffe, insbesondere im direkten Vergleich zu Hamburg und Bremerhaven, äußerst zukunftssicher.

Heutzutage können Ozeanriesen Hamburg nur halb beladen und bei Flut anlaufen. Während Hamburg und Bremerhaven in Zukunft auf weitere Vertiefungen ihrer Gewässer angewiesen sind, ist Wilhelmshaven aufgrund seiner Lage am Jadebusen auch auf die nächsten Generationen von Frachtschiffen vorbereitet. Um weiterhin wirtschaftlich arbeiten zu können, sind Reedereien gezwungen, ihre Schiffe bestmöglich zu beladen. Und dies hätte direkte Konsequenzen für den Hamburger Hafen.

Wir als ETS Transport und Logistics GmbH sind ebenfalls gespannt auf die weitere Entwicklung des Jade- Weser-Ports und freuen uns, die neu geschöpften Möglichkeiten künftig für optimalen Kundenservice nutzen zu können.